Auswahlhilfe für Wellenlängen bei polarisationserhaltenden optischen Schaltern
1. Einleitung
Ein polarisationserhaltender optischer Schalter (PM-Schalter) ist eine Schlüsselkomponente, die das Umschalten des optischen Pfades unter Beibehaltung des Polarisationszustands des Eingangssignals ermöglicht. Er wird häufig in polarisationssensitiven Systemen wie Glasfasersensorik, Quantenkommunikation, kohärenter optischer Kommunikation und Lidar eingesetzt. Die Wellenlängenauswahl ist ein zentraler Aspekt für die Leistung und Systemkompatibilität von PM-Schaltern; eine falsche Auswahl führt direkt zu erhöhten Einfügungsverlusten, verschlechtertem Polarisationsübersprechen und sogar zum Systemausfall.

2. Kernkonzept: Warum die Wellenlänge entscheidend ist
Die Eigenschaften der Lichtausbreitung in Wellenleitern oder Glasfasern hängen stark von der Wellenlänge (λ) ab. Bei PM-Schaltern wirkt sich die Wellenlänge hauptsächlich in folgenden Aspekten aus:

* Materialdispersion und Wellenleiterdispersion: Der Brechungsindex der Materialien (wie SiO₂, LiNbO₃, Polymere usw.), aus denen der optische Schalter besteht, variiert mit der Wellenlänge, was zu Änderungen der optischen Weglänge und der Phasenanpassungsbedingungen führt.

* Polarisationseigenschaften: Die Schwebungslänge (L_B) von polarisationserhaltenden Fasern oder Wellenleitern hängt von der Wellenlänge ab. L_B(λ) = λ / Δn(λ), wobei Δn die effektive Brechungsindexdifferenz der orthogonalen Polarisationsmoden ist. Eine Abweichung der Betriebswellenlänge vom Sollwert verändert die Doppelbrechung und beeinflusst den Polarisationserhaltungseffekt.

* Gerätedesignspezifikationen: Die wichtigsten Leistungsparameter optischer Schalter, wie Einfügungsverlust (IL), polarisationsabhängiger Verlust (PDL), Polarisationsübersprechen (XT) und Extinktionsverhältnis (ER), werden üblicherweise bei einer bestimmten Wellenlänge (oder einem Wellenlängenbereich) angegeben.

3. Wichtige Schritte und Überlegungen zur Wellenlängenauswahl
Schritt 1: Bestimmen Sie die Betriebswellenlänge des Systems

Zunächst müssen Sie die Betriebswellenlänge Ihres gesamten optischen Systems bestimmen. Zu den gängigen Wellenlängenbereichen gehören:

O-Band: 1260 nm – 1360 nm (ursprüngliches Band, wird in einigen Sensoranwendungen verwendet)
E-Band: 1360 nm – 1460 nm (erweitertes Band)
S-Band: 1460 nm – 1530 nm
C-Band: 1530 nm – 1565 nm (am häufigsten für DWDM und Hochgeschwindigkeitskommunikation verwendet)
L-Band: 1565 nm – 1625 nm (wird für die DWDM-Erweiterung verwendet)
Spezielle Wellenlängen: 780 nm, 850 nm, 980 nm, 1064 nm, 1310 nm, 1550 nm usw. (werden häufig für Pumplaser, Sensorik und spezielle Lasersysteme verwendet).
Schlussfolgerung 1: Die zentrale Wellenlänge des ausgewählten optischen Schalters muss die Betriebswellenlänge des Systems abdecken oder mit dieser übereinstimmen.

Schritt zwei: Bewertung wellenlängenabhängiger Leistungsänderungen

Im Datenblatt zeigen Leistungsparametertabellen oder -diagramme, wie sich die Parameter mit der Wellenlänge ändern.

. Einfügedämpfung vs. Wellenlänge: Sie ist in der Regel bei der zentralen Wellenlänge am niedrigsten und nimmt zu beiden Seiten hin langsam zu. Es muss sichergestellt werden, dass die Einfügedämpfung bei der Systemwellenlänge akzeptabel ist.

. Polarisationsübersprechen vs. Wellenlänge: Dies ist einer der empfindlichsten Indikatoren für PM-Komponenten. Das Übersprechen kann bei bestimmten Wellenlängen stark ansteigen. Es muss sichergestellt werden, dass das Übersprechen bei der Systemwellenlänge besser ist als die Systemanforderungen (z. B. können Quantenkommunikationssysteme ein Übersprechen von < -35 dB erfordern).

. Polarisationsabhängige Dämpfung vs. Wellenlänge: Die PDL sollte ebenfalls in einem niedrigen und stabilen Bereich liegen.

Schlussfolgerung 2: Es ist wichtig, nicht nur die Leistung bei der zentralen Wellenlänge zu betrachten, sondern auch die Gleichmäßigkeit und Stabilität der Leistung über das gesamte Betriebswellenlängenband zu bewerten.

Schritt drei: Berücksichtigung des Kopplungseffekts von Temperatur und Wellenlänge

Temperaturänderungen verursachen thermooptische Effekte und thermische Ausdehnung des Materials, was zu Änderungen der effektiven optischen Länge und der Doppelbrechung der Komponente führt, was einer Verschiebung der Betriebswellenlänge entspricht. Das Datenblatt gibt den Wellenlängen-Temperaturdriftkoeffizienten an (z. B. pm/°C). Bei großen Betriebstemperaturbereichen (z. B. -40 °C bis 85 °C) muss die Wellenlängendrift über den gesamten Temperaturbereich berechnet werden, um sicherzustellen, dass der verschobene Bereich innerhalb des Betriebswellenlängenbereichs der Komponente liegt.

Schlussfolgerung 3: In Umgebungen mit extremen Temperaturen ist eine kombinierte Überprüfung von Wellenlänge und Temperatur erforderlich.

4. Wellenlängeneigenschaften verschiedener Arten von PM-Lichtschaltern
• Mechanische PM-Lichtschalter: Basieren auf der physikalischen Bewegung von polarisationserhaltenden Fasern. Ihre Wellenlängeneigenschaften werden hauptsächlich durch den verwendeten Typ der polarisationserhaltenden Faser (z. B. Panda-Typ, Bow-tie-Typ) und die Filterelemente beeinflusst. Sie haben in der Regel eine große Bandbreite, aber die Ausrichtung ist schwierig.

• MEMS-PM-Lichtschalter: Basieren auf der Reflexion von Mikrospiegeln. Die Wellenlängeneigenschaften werden durch die Bandbreite der Spiegelbeschichtung und die Ausrichtung der polarisationserhaltenden Faser bestimmt. Das Beschichtungsdesign bestimmt den Wellenlängenbereich mit hoher Reflexion. • Wellenleiter-PM-Schalter (z. B. LiNbO₃, PLC): Basierend auf Interferenz- oder elektrooptischen Effekten. Sie weisen die höchste Wellenlängenempfindlichkeit auf, und die Betriebsbandbreite ist in der Regel schmal (einige zehn Nanometer), was eine genaue Abstimmung auf die Designwellenlänge erfordert.

• Magnetooptische/Thermooptische PM-Schalter: Die Wellenlängeneigenschaften werden durch das Faraday-Rotator-Material oder den thermooptischen Koeffizienten des Wellenleiters bestimmt.

Auswahlkriterium: Ist die Betriebswellenlänge des Systems fest, ist der Wellenleitertyp eine leistungsstarke Wahl; wird eine große Bandbreite oder Abstimmbarkeit benötigt, eignen sich mechanische oder MEMS-Schalter besser.

5. Zusammenfassung und abschließende Empfehlungen
• Abstimmung an erster Stelle: Das wichtigste Prinzip ist, dass die nominale Mittenwellenlänge des Geräts mit der Kernwellenlänge des Systems übereinstimmt.

• Abdeckung des Wellenlängenbereichs: Der Betriebswellenlängenbereich des Geräts muss alle möglichen Wellenlängen des Systems vollständig abdecken.

• Leistungsüberprüfung: Achten Sie auf Polarisationsübersprechen und Einfügedämpfung an beiden Enden des tatsächlichen Betriebswellenbandes, nicht nur am Mittelpunkt.

• Umgebungsbedingungen: Bei Anwendungen mit großen Temperaturschwankungen muss die Wellenlängendrift in die Berechnungen einbezogen werden.

• Praktische Tests sind entscheidend: Vor der endgültigen Systemintegration wird dringend empfohlen, die Leistungsindikatoren des optischen Schalters mit einem abstimmbaren Laser und einem Polarisationsanalysator bei der tatsächlichen Betriebswellenlänge zu testen. Dies ist die zuverlässigste Verifizierungsmethode.
#xhphotoelectric #OptischerSchalter #Netzwerkschalter #Kommunikation
https://www.xhphotoelectric.com/polarization-maintaining-optical-switch-wavelength-selection-guide/
Auswahlhilfe für Wellenlängen bei polarisationserhaltenden optischen Schaltern 1. Einleitung Ein polarisationserhaltender optischer Schalter (PM-Schalter) ist eine Schlüsselkomponente, die das Umschalten des optischen Pfades unter Beibehaltung des Polarisationszustands des Eingangssignals ermöglicht. Er wird häufig in polarisationssensitiven Systemen wie Glasfasersensorik, Quantenkommunikation, kohärenter optischer Kommunikation und Lidar eingesetzt. Die Wellenlängenauswahl ist ein zentraler Aspekt für die Leistung und Systemkompatibilität von PM-Schaltern; eine falsche Auswahl führt direkt zu erhöhten Einfügungsverlusten, verschlechtertem Polarisationsübersprechen und sogar zum Systemausfall. 2. Kernkonzept: Warum die Wellenlänge entscheidend ist Die Eigenschaften der Lichtausbreitung in Wellenleitern oder Glasfasern hängen stark von der Wellenlänge (λ) ab. Bei PM-Schaltern wirkt sich die Wellenlänge hauptsächlich in folgenden Aspekten aus: * Materialdispersion und Wellenleiterdispersion: Der Brechungsindex der Materialien (wie SiO₂, LiNbO₃, Polymere usw.), aus denen der optische Schalter besteht, variiert mit der Wellenlänge, was zu Änderungen der optischen Weglänge und der Phasenanpassungsbedingungen führt. * Polarisationseigenschaften: Die Schwebungslänge (L_B) von polarisationserhaltenden Fasern oder Wellenleitern hängt von der Wellenlänge ab. L_B(λ) = λ / Δn(λ), wobei Δn die effektive Brechungsindexdifferenz der orthogonalen Polarisationsmoden ist. Eine Abweichung der Betriebswellenlänge vom Sollwert verändert die Doppelbrechung und beeinflusst den Polarisationserhaltungseffekt. * Gerätedesignspezifikationen: Die wichtigsten Leistungsparameter optischer Schalter, wie Einfügungsverlust (IL), polarisationsabhängiger Verlust (PDL), Polarisationsübersprechen (XT) und Extinktionsverhältnis (ER), werden üblicherweise bei einer bestimmten Wellenlänge (oder einem Wellenlängenbereich) angegeben. 3. Wichtige Schritte und Überlegungen zur Wellenlängenauswahl Schritt 1: Bestimmen Sie die Betriebswellenlänge des Systems Zunächst müssen Sie die Betriebswellenlänge Ihres gesamten optischen Systems bestimmen. Zu den gängigen Wellenlängenbereichen gehören: O-Band: 1260 nm – 1360 nm (ursprüngliches Band, wird in einigen Sensoranwendungen verwendet) E-Band: 1360 nm – 1460 nm (erweitertes Band) S-Band: 1460 nm – 1530 nm C-Band: 1530 nm – 1565 nm (am häufigsten für DWDM und Hochgeschwindigkeitskommunikation verwendet) L-Band: 1565 nm – 1625 nm (wird für die DWDM-Erweiterung verwendet) Spezielle Wellenlängen: 780 nm, 850 nm, 980 nm, 1064 nm, 1310 nm, 1550 nm usw. (werden häufig für Pumplaser, Sensorik und spezielle Lasersysteme verwendet). Schlussfolgerung 1: Die zentrale Wellenlänge des ausgewählten optischen Schalters muss die Betriebswellenlänge des Systems abdecken oder mit dieser übereinstimmen. Schritt zwei: Bewertung wellenlängenabhängiger Leistungsänderungen Im Datenblatt zeigen Leistungsparametertabellen oder -diagramme, wie sich die Parameter mit der Wellenlänge ändern. . Einfügedämpfung vs. Wellenlänge: Sie ist in der Regel bei der zentralen Wellenlänge am niedrigsten und nimmt zu beiden Seiten hin langsam zu. Es muss sichergestellt werden, dass die Einfügedämpfung bei der Systemwellenlänge akzeptabel ist. . Polarisationsübersprechen vs. Wellenlänge: Dies ist einer der empfindlichsten Indikatoren für PM-Komponenten. Das Übersprechen kann bei bestimmten Wellenlängen stark ansteigen. Es muss sichergestellt werden, dass das Übersprechen bei der Systemwellenlänge besser ist als die Systemanforderungen (z. B. können Quantenkommunikationssysteme ein Übersprechen von < -35 dB erfordern). . Polarisationsabhängige Dämpfung vs. Wellenlänge: Die PDL sollte ebenfalls in einem niedrigen und stabilen Bereich liegen. Schlussfolgerung 2: Es ist wichtig, nicht nur die Leistung bei der zentralen Wellenlänge zu betrachten, sondern auch die Gleichmäßigkeit und Stabilität der Leistung über das gesamte Betriebswellenlängenband zu bewerten. Schritt drei: Berücksichtigung des Kopplungseffekts von Temperatur und Wellenlänge Temperaturänderungen verursachen thermooptische Effekte und thermische Ausdehnung des Materials, was zu Änderungen der effektiven optischen Länge und der Doppelbrechung der Komponente führt, was einer Verschiebung der Betriebswellenlänge entspricht. Das Datenblatt gibt den Wellenlängen-Temperaturdriftkoeffizienten an (z. B. pm/°C). Bei großen Betriebstemperaturbereichen (z. B. -40 °C bis 85 °C) muss die Wellenlängendrift über den gesamten Temperaturbereich berechnet werden, um sicherzustellen, dass der verschobene Bereich innerhalb des Betriebswellenlängenbereichs der Komponente liegt. Schlussfolgerung 3: In Umgebungen mit extremen Temperaturen ist eine kombinierte Überprüfung von Wellenlänge und Temperatur erforderlich. 4. Wellenlängeneigenschaften verschiedener Arten von PM-Lichtschaltern • Mechanische PM-Lichtschalter: Basieren auf der physikalischen Bewegung von polarisationserhaltenden Fasern. Ihre Wellenlängeneigenschaften werden hauptsächlich durch den verwendeten Typ der polarisationserhaltenden Faser (z. B. Panda-Typ, Bow-tie-Typ) und die Filterelemente beeinflusst. Sie haben in der Regel eine große Bandbreite, aber die Ausrichtung ist schwierig. • MEMS-PM-Lichtschalter: Basieren auf der Reflexion von Mikrospiegeln. Die Wellenlängeneigenschaften werden durch die Bandbreite der Spiegelbeschichtung und die Ausrichtung der polarisationserhaltenden Faser bestimmt. Das Beschichtungsdesign bestimmt den Wellenlängenbereich mit hoher Reflexion. • Wellenleiter-PM-Schalter (z. B. LiNbO₃, PLC): Basierend auf Interferenz- oder elektrooptischen Effekten. Sie weisen die höchste Wellenlängenempfindlichkeit auf, und die Betriebsbandbreite ist in der Regel schmal (einige zehn Nanometer), was eine genaue Abstimmung auf die Designwellenlänge erfordert. • Magnetooptische/Thermooptische PM-Schalter: Die Wellenlängeneigenschaften werden durch das Faraday-Rotator-Material oder den thermooptischen Koeffizienten des Wellenleiters bestimmt. Auswahlkriterium: Ist die Betriebswellenlänge des Systems fest, ist der Wellenleitertyp eine leistungsstarke Wahl; wird eine große Bandbreite oder Abstimmbarkeit benötigt, eignen sich mechanische oder MEMS-Schalter besser. 5. Zusammenfassung und abschließende Empfehlungen • Abstimmung an erster Stelle: Das wichtigste Prinzip ist, dass die nominale Mittenwellenlänge des Geräts mit der Kernwellenlänge des Systems übereinstimmt. • Abdeckung des Wellenlängenbereichs: Der Betriebswellenlängenbereich des Geräts muss alle möglichen Wellenlängen des Systems vollständig abdecken. • Leistungsüberprüfung: Achten Sie auf Polarisationsübersprechen und Einfügedämpfung an beiden Enden des tatsächlichen Betriebswellenbandes, nicht nur am Mittelpunkt. • Umgebungsbedingungen: Bei Anwendungen mit großen Temperaturschwankungen muss die Wellenlängendrift in die Berechnungen einbezogen werden. • Praktische Tests sind entscheidend: Vor der endgültigen Systemintegration wird dringend empfohlen, die Leistungsindikatoren des optischen Schalters mit einem abstimmbaren Laser und einem Polarisationsanalysator bei der tatsächlichen Betriebswellenlänge zu testen. Dies ist die zuverlässigste Verifizierungsmethode. #xhphotoelectric #OptischerSchalter #Netzwerkschalter #Kommunikation https://www.xhphotoelectric.com/polarization-maintaining-optical-switch-wavelength-selection-guide/
WWW.XHPHOTOELECTRIC.COM
Polarization-Maintaining Optical Switch Wavelength Selection Guide - Xionghua Photonics
Polarization-maintaining optical switch (PM optical switch) is a key optical device that enables optical path switching while maintaining the polarization state of the input light. It is widely used in polarization-sensitive systems such as fiber optic sensing, quantum communication, coherent optical communication, and lidar.
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